Antennen

Aufgrund von Denkmalschutzbestimmungen bin ich leider gezwungen, meine Antennen indoor auf dem Dachboden aufstellen. Die Polarisation und Ausrichtung der Antennen verändere ich immer wieder, die folgenden Abbildungen entsprechen aber dem aktuellen Stand (7. Juni 2007).
 

ANKARO 5-ELEMENT UKW-YAGI

2004 habe ich mein Equipment um das wohl wichtigste Element erweitert: ohne UKW-Yagi-Antenne geht das stationäre DXen im Haus nur schlecht.

Ein wichtiger Grund für die Verwendung einer Yagi ist sicherlich die Fülle an Sendern, die es einem heutzutage schwer machen, weiter entfernte Stationen zu empfangen. In den letzten Jahren wurden immer mehr Füllsender für Privatradios aufgeschaltet, außerdem nützen neue ausländische Programme nun auch das bisher recht freie Band. Eine größere Auswahl an Radioprogrammen ist prinzipiell eine gute Sache, jedoch blockieren sie viele Frequenzen, auf denen ansonsten weiter entfernte Programme empfangbar wären.

Meine 5-Element Yagi-Antenne von Ankaro, die ich bei der Firma Conrad erworben habe, hat laut Datenblatt einen Gewinn von 7.5 dB. Die Mastschelle ist schwenkbar und kann auch vertikal angebracht werden.

Aktuell ist die Yagi versuchsweise vertikal montiert, um Scatter aus Italien, aber auch Sporadic-E Signale besser heranzubekommen. Außerdem werden horizontal sendende Störsignale abgeschwächt bzw. ausgeblendet. Außerdem habe ich versucht, die Antenne leicht schräg zu positionieren. Es wird behauptet, dass dadurch Sporadic-E besser einfällt.

Ein gutes Beispiel für Empfangsunterschiede ist die Frequenz 87.70 MHz: Hier ist bei horizontaler Ausrichtung Ö3 aus Birkfeld/Breitenstein mit O=3 empfangbar. Bei vertikaler Ausrichtung ist Birkfeld ausgeblendet und somit wird der Empfang von HRT-HR 1 aus Licka Pljesivica (255 km) mit O=4 möglich.

Die Antenne ist an einem Rotor der Firma Conrad befestigt, der sich vom DX-Zimmer im Erdgeschoß aus steuern lässt.
 

TELEVÉS DAT 45 (UHF)

Meine Televés DAT 45 ist momentan auch vertikal montiert, was in Graz eigentlich sehr ungewöhnlich ist. Vertikal ausgerichtete Yagis sieht man hier eigentlich gar nicht. Es gibt jedoch einen guten Grund, warum ich diese Entscheidung getroffen habe: Der Empfang der momentan noch aktiven Schöckl-Programme auf Kanal 7, 23 und 26 ist horizontal leider durch Geisterbilder (VHF) bzw. Bildrauschen (UHF) gestört. Nun ist der Empfang ungestört möglich.

Die Antenne hat 17 dB Gewinn und ist für das gesamte UHF Band (Kanal 21-69) einsetzbar. Die besten Empfänge erziele ich witzigerweise im VHF-Band, was möglicherweise an dem relativ alten Kabel liegen könnte, das schon seit etwa 30 Jahren besteht und beim Austausch der alten UHF-Antenne nicht erneuert wurde.